Self Made Fotografien

Fotografien selbst erstellen

Öfters werde ich von Kunden gefragt, ob die Firmenportraits oder die Teambilder doch gleich selbst erstellt werden sollen, denn so ist man ja in der Zeitplanung flexibel und der neue Mitarbeiter hat ja doch gerade eine gute Kamera gekauft, geht das?

Das ist sozusagen der Klassiker! Grundsätzlich finde ich das eine gute Sache, denn vor allem was die Zeitplanung anbelangt, sind Sie so um einiges flexibler und können zum Beispiel Portraitbilder schnell in der Pause erstellen. Und genau da liegt meist das Problem! Meist werden die Bilder „auf die Schnelle“ erstellt und in der Regel in den nächsten Monaten durch professionell erstellte ersetzt.

Um diese doppelte Arbeit zu vermeiden gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder gleich von Anfang an einen Profi mit der Aufgabe betreuen, oder sich für das Fotoshooting doch etwas mehr Zeit nehmen. Falls Sie sich für die zweite Variante entscheiden habe ich hier einige Tipps und Tricks für Sie wie Ihre Aufnahmen besser werden und wie Sie die Klassischen Fehler vermeiden:

Portrait Bilder:

Typische Fehler:

Der zu Fotografierende Mitarbeiter wird direkt vor eine weisse Wand gestellt und schaut gerade in die Kamera. Meist ist zu wenig Licht vorhanden also wird der Blitz aktiviert. Der Bildausschnitt wird ein wenig über dem Kopf bis zum Hals gewählt. Der Mitarbeiter trägt die Kleider die er hallt gerade an diesem Tag trägt.

Optimierung:

Der Mitarbeiter steht im Raum, den Oberkörper leicht von der Kamera abgedreht. Falls zu wenig Licht vorhanden ist, werden zusätzliche Lichtquellen seitlich des Mitarbeiters angebracht, kein direkter Blitz. Der Bildausschnitt wird circa Handbreit über den Kopf bis hin zur Brustmitte. Im Idealfall trägt er Firmenkleidung auf der das Logo sichtbar ist oder Kleidung die Farblich mit dem Hintergrund harmoniert.

Immobilien und Räume

Typische Fehler:

Bei Immobilienaufnahmen wird der Horizont vielmals in die Mitte des Bildes gesetzt, dies wirkt langweilig. Scheiben und glänzende Flächen sind falsch belichtet und im besten Fall ist der Fotograf auf der Spiegelung sichtbar. Auf Licht und Schatten wird nicht oder nur teilweise geachtet. Kanten sind oft gekrümmt oder schräge.

Optimierung:

Setzten Sie den Horizont in den oberen oder unteren Drittel des Bildes, dadurch erzeugen Sie mehr Spannung. Bei Scheiben und glänzenden Oberflächen empfiehlt es sich, einen Pol Filter zu verwenden, dadurch lassen sich Spiegelungen vermeiden. Generell empfiehlt es sich, Aussenaufnahmen morgens zu erstellen da die Luft klar ist und interessante Schattenwürfe entstehen. Dies kann aber je nach Objekt variieren. Es ist darauf zu achten das die Kanten von Gebäuden gerade sind, oder dies muss nachträglich mit einer Bildbearbeitungssoftware korrigiert werden.

Produkte und Objekte

Typische Fehler:

Bei Produktaufnahmen wird oft ein unruhiger Hintergrund gewählt. Das Produkt wird 90 Grad von Oben Fotografiert und im besten Fall wird der Kamerablitz noch zugeschaltet. Das Produkt wurde vorher nicht oder zu wenig gereinigt. Zusätzliche Lichtquellen gibt es keine.

Optimierung:

Benützen Sie bei reinen Produktaufnahmen einen gleichmässigen Hintergrund. Ein Idealer Winkel ist aus 45 bis 65 Grad. Ihr Produkt ist so gut sichtbar aber die Fotografie wirkt trotzdem interessant. Das Produkt muss vor der Aufnahme gut gereinigt oder je nach Produktart Poliert werden. Hierbei aber auf die Spiegelungen achten. Es empfiehlt sich, mehrere Lichtquellen um das Produkt zu positionieren und somit mit Glanz und Reflektionen zu experimentieren.